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  DGfM -> Publications -> DGfM-Mittlg -> Mai 1996 -> myk. Provinz
   
   
 

6. Jahrgang, Nr. 1 (Mai 1996)
Beilage zur Zeitschrift für Mykologie

DGfM-Mitteilungen

für Pilzsachverständige (Pilzberater),
Mitarbeiter der PILZKARTIERUNG 2000,
pilzkundliche Arbeitsgemeinschaften und Vereine,
sowie für alle DGfM-Mitglieder

 
 

Bericht aus der mykologischen Provinz 3

Was im letzten Bericht bereits angedeutet wurde ist inzwischen leider eingetreten: das Mitteilungsblatt der Arbeitsgemeinschaft für Pilzkunde Niederrhein (APN) wird nicht mehr erscheinen. Der bisherige Schriftleiter E. Kajan, der das Heft konzipiert hatte, fand keinen Nachfolger. Rückblickend auf 13 Jahre mit 28 Heften und insgesamt über 2000 Seiten kann ich nur sagen, daß mir das APN-Mitteilungsblatt eine wertvolle Ergänzung meiner mykologischen Bibliothek ist. Die meisten Publikationen hätten wohl auch gut in die Z.Mykol. hineingepaßt. Die Leistung von E. Kajan wurde in dem letzten Heft der Reihe vom Vorsitzenden der APN, L. Quecke, sowie vom Ehrenvorsitzenden der DGfM, G.J. Krieglsteiner, bereits gewürdigt.

Ein besonderer Schwerpunkt der Hefte waren die ausgezeichneten Farbfotos, im letzten Heft schließlich 16 an der Zahl. Um einen Rückblick zu ermöglichen, folgt an dieser Stelle eine Auflistung aller Abbildungen:

TECTELLA PATELLARIS
STROPHARIA AURANTIACA
AURICULARIOPSIS AMPLA
BOLBITIUS VARIICOLOR
COPRINUS EURYSPORUS
RIPARTITES TRICHOLOMA
CLAVARIA TENUIPES S.STR.
ASCOBOLUS FOLIICOLA
MELANOLEUCA STRIDULA
NAUCORIA ALNETORUM
PANAEOLUS ATER
STROPHARIA INUNCTA
LACHNUM SALICARIAE
LYOPHYLLUM LEUCOPHAEATUM
ENTOLOMA UNDATUM
FLAMMULASTER GRANULOSUS
DIAPORTHE ALNEA
MYRIOSCLEROTINIA CURREYANA
COPRINUS NUDICEPS
XYLARIA HYPOXYLON
CORTINARIUS SERTIPES
HYPHODERMA MUTATUM
CYSTODERMA SIMULATUM
HYPOCREA RUFA
CLITOCYBE HOUGHTONII
COPRINUS FLOCCULOSUS
PSATHYRELLA CANOCEPS
MYCENA CITRINOMARGINATA
GALERINA NANA
ANTHINA FLAMMEA
CONOCYBE SUBOVALIS
GALERINA SIDEROIDES
CAPITOTRICHA FAGISEDA
BRUNNIPILA FUSCESCENS
LACHNUM VIRGINEUM
HYGROCYBE COCCINEA
HYGROCYBE QUIETA
HYGROCYBE CHLOROPHANA
HYGROCYBE PSITTACINA
LEPIOTA CALCICOLA
HYMENOSCYPHUS FAGINEUS
LEPTOTROCHILA ASTRANTIAE
LEUCOAGARICUS BADHAMII
ENTOLOMA GLAUCOBASIS
PODOSTROMA ALUTACEUM
SPATHULARIA NEESII
ENTOLOMA LONGISTRIATUM
LEPIOTA ALBA
TERENA COERULEA
LEPIOTA HYSTRIX
PSATHYRELLA LONGICAUDA
XYLARIA OXYACANTHAE
ENTOLOMA EUCHROUM
ENTOLOMA SCABIOSUM
LYOPHYLLUM TYLICOLOR
TOMENTELLA SUBLILACINA
HYGROCYBE PARACERACEA
HEBELOMA SORDESCENS
MYCENA PURPUREOFUSCA
PLUTEUS LUCTUOSUS
PTERULA CARICISPENDULAE
PTERULA GRACILIS
ENTOLOMA FERNANDAE
CRINIPELLIS SCABELLA
HYDNELLUM AURATILE
LACTARIUS ATLANTICUS
LECCINUM CORSICUM
MYCENA SEYNII
OMPHALOTUS OLEARIUS
PEZIZA MUSCICOLA
PHELLINUS TORULOSUS
RAMARIOPSIS PULCHELLA
LENTINELLUS OMPHALODES

Es wurden also insgesamt 73, meist seltene und bisher nicht abgebildete Arten präsentiert, einige davon mit zwei Farbfotos, und alle Bilder von hoher Qualität. Darüber hinaus wurden viele Arten schwarz/weiß (Kopierqualität), mit Habitus- und Mikrozeichnungen dokumentiert. Leider existiert bisher noch kein Gesamtregister für alle Hefte, welches das Nachschlagen erleichtern würde.

Wichtiger Hinweis: Von allen Ausgaben der APN-Mitteilungsblätter sind noch Restbestände vorrätig, die gekauft werden können. Anfragen an:

Ewald Kajan, Maxstr.9, D-47166 Duisburg, Tel.: 0203-559567

So bedauerlich, wie der "Nachruf" auf eine mykologische Zeitschrift sein mag, so erfreulich ist auch die Kunde von einer neuen. Im Saarland erscheint "Der Tintling", Herausgeberin und Redaktion: Karin Montag, Lebacher Str.3, D-66839 Schmelz.

"Der Tintling" ist keine Zeitschrift für Mykologen, sondern für mykophage und mykophile Pilzliebhaber, also keine Konkurrenz für die "Z.Mykol.", "Boletus", das "Rheinland-Pfälzische Pilzjournal", "Pilzflora Nordwest-Oberfrankens", die "Beiträge zur Kenntnis der Pilze Mitteleuropas" und andere bekannte Fachzeitschriften. Die Herausgeberin will eine Lücke schließen zwischen den pilzkundlichen Anfängern ("Kochtopf-Mykologen") und den fortgeschrittenen Pilzkennern und Pilzsachverständigen. Zielgruppe sind somit Anfänger, Amateurmykologen und Pilzsachverständige. "Der Tintling" soll - so die Aussage im Vorwort des Ende März diesen Jahres erschienenen ersten Heftes - allgemeinverständliche Pilzkunde und Kommunikationsmöglichkeit zwischen Pilzfreunden bieten, populärwissenschaftliche Themen zur Pilzkunde zwischen Kochtopf und Mykologie, sowie ökologische Kenntnisse vermitteln.

Diesem Anspruch wird das erste Heft durchaus gerecht. Es ist 40 Seiten stark und pro Jahr sollen vier Hefte erscheinen. Das gewollte Themen-Spektrum ist in einem ausgewogenen Maße gegeben:

Ökologie:

  • Totes Holz im Garten ist kein Abfall (Artikel aus der Westfalenpost)
  • Wozu sind die Pilze gut?
  • Pilze in einem Garten

Allgemeinverständliche Pilzkunde:

  • Mechanismen der Sporenverbreitung bei Großpilzen
  • Trennmerkmale zwischen ähnlichen Gattungen am praktischen Beispiel
  • Spezialausdrücke, verständlich gemacht
  • Wie erkennt man einen Rißpilz?

Die Seite für den Küchenmykologen:

  • Kotelets von frischen Pilzen
  • Caesium-Werte in Pilzen

Pilzfloristik:

  • Chartreusetrüffel in Toggenburg entdeckt.
  • Beschreibungen mit Farbfotos von folgenden Arten:

    - TUBARIA PALLIDOSPORA GALERINA LAEVIS
    - COPRINUS ATRAMENTARIUS VAR. ROMAGNESIANUS COPRINUS ERYTHROCEPHALUS
    - MICROMPHALE FOETIDUM CF. COLLYBIA IMPUDICA
    - INOCYBE CORYDALINA INOCYBE CALOSPORA

Such-, Kauf-, Sammel- und Tauschbörse

Termine (-der DGfM und aller Vereine und Arbeitsgemeinschaften)

Fachbezogene Werbung

Verbesserungswürdig erscheint mir persönlich die Übersichtlichkeit der Seiten mit den Rubriken für Veranstaltungen, Labor, Literatur und Pilzbestimmungsbörse.

In der Heftmitte befinden sich die Seiten für die Kommunikation mit Formularen für spezielle Fundmeldungen, Coupons für die Veröffentlichung von Texten, für Themenvorschläge, Verbesserungen, sowie ein Musterformular für die Beschreibung eines Blätterpilzes, aber natürlich auch ein Formular für das Abonnement des "Tintling".

Nicht unerwähnt bleiben sollen die Kosten eines Abonnements: 5,90 DM pro Heft + 1,50 DM Porto, also 7,40 DM mal 4, also pro Jahr 29,60 DM. Der relativ niedrige Preis läßt sich wohl im Zusammenhang mit der Werbung und der recht hohen Auflage von 1000 Exemplaren erklären. Da "Der Tintling" die Leser anspricht, denen die Z.Mykol. und andere Fachzeitschriften zu anspruchsvoll sind, die aber durch die Lektüre dieser neuen Pilzzeitung einen Einstieg in die Pilzkunde finden können und damit zu potentiellen Neumitgliedern für die DGfM werden, wünsche ich Frau Montag viel Erfolg mit diesem Projekt. Die Vorsitzenden der pilzkundlichen Arbeitsgemeinschaften und Vereine bitte ich, die neue Zeitschrift ihren Mitgliedern vorzustellen und zu empfehlen. Die Zielgruppe ist groß, doch sie muß vom "Tintling" erfahren.

Heinz-J. Ebert

   
     
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