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Was im letzten Bericht bereits angedeutet wurde ist inzwischen leider
eingetreten: das Mitteilungsblatt der Arbeitsgemeinschaft für Pilzkunde
Niederrhein (APN) wird nicht mehr erscheinen. Der bisherige Schriftleiter
E. Kajan, der das Heft konzipiert hatte, fand keinen Nachfolger. Rückblickend
auf 13 Jahre mit 28 Heften und insgesamt über 2000 Seiten kann ich
nur sagen, daß mir das APN-Mitteilungsblatt eine wertvolle Ergänzung
meiner mykologischen Bibliothek ist. Die meisten Publikationen hätten
wohl auch gut in die Z.Mykol. hineingepaßt. Die Leistung von E.
Kajan wurde in dem letzten Heft der Reihe vom Vorsitzenden der APN, L.
Quecke, sowie vom Ehrenvorsitzenden der DGfM, G.J. Krieglsteiner, bereits
gewürdigt.
Ein besonderer Schwerpunkt der Hefte waren die ausgezeichneten Farbfotos,
im letzten Heft schließlich 16 an der Zahl. Um einen Rückblick
zu ermöglichen, folgt an dieser Stelle eine Auflistung aller Abbildungen:
TECTELLA PATELLARIS
STROPHARIA AURANTIACA
AURICULARIOPSIS AMPLA
BOLBITIUS VARIICOLOR
COPRINUS EURYSPORUS
RIPARTITES TRICHOLOMA
CLAVARIA TENUIPES S.STR.
ASCOBOLUS FOLIICOLA
MELANOLEUCA STRIDULA
NAUCORIA ALNETORUM
PANAEOLUS ATER
STROPHARIA INUNCTA
LACHNUM SALICARIAE
LYOPHYLLUM LEUCOPHAEATUM
ENTOLOMA UNDATUM
FLAMMULASTER GRANULOSUS
DIAPORTHE ALNEA
MYRIOSCLEROTINIA CURREYANA
COPRINUS NUDICEPS
XYLARIA HYPOXYLON
CORTINARIUS SERTIPES
HYPHODERMA MUTATUM
CYSTODERMA SIMULATUM
HYPOCREA RUFA
CLITOCYBE HOUGHTONII
COPRINUS FLOCCULOSUS
PSATHYRELLA CANOCEPS
MYCENA CITRINOMARGINATA
GALERINA NANA
ANTHINA FLAMMEA
CONOCYBE SUBOVALIS
GALERINA SIDEROIDES
CAPITOTRICHA FAGISEDA
BRUNNIPILA FUSCESCENS
LACHNUM VIRGINEUM
HYGROCYBE COCCINEA
HYGROCYBE QUIETA
HYGROCYBE CHLOROPHANA
HYGROCYBE PSITTACINA
LEPIOTA CALCICOLA
HYMENOSCYPHUS FAGINEUS
LEPTOTROCHILA ASTRANTIAE
LEUCOAGARICUS BADHAMII
ENTOLOMA GLAUCOBASIS
PODOSTROMA ALUTACEUM
SPATHULARIA NEESII
ENTOLOMA LONGISTRIATUM
LEPIOTA ALBA
TERENA COERULEA
LEPIOTA HYSTRIX
PSATHYRELLA LONGICAUDA
XYLARIA OXYACANTHAE
ENTOLOMA EUCHROUM
ENTOLOMA SCABIOSUM
LYOPHYLLUM TYLICOLOR
TOMENTELLA SUBLILACINA
HYGROCYBE PARACERACEA
HEBELOMA SORDESCENS
MYCENA PURPUREOFUSCA
PLUTEUS LUCTUOSUS
PTERULA CARICISPENDULAE
PTERULA GRACILIS
ENTOLOMA FERNANDAE
CRINIPELLIS SCABELLA
HYDNELLUM AURATILE
LACTARIUS ATLANTICUS
LECCINUM CORSICUM
MYCENA SEYNII
OMPHALOTUS OLEARIUS
PEZIZA MUSCICOLA
PHELLINUS TORULOSUS
RAMARIOPSIS PULCHELLA
LENTINELLUS OMPHALODES
Es wurden also insgesamt 73, meist seltene und bisher nicht abgebildete
Arten präsentiert, einige davon mit zwei Farbfotos, und alle Bilder
von hoher Qualität. Darüber hinaus wurden viele Arten schwarz/weiß
(Kopierqualität), mit Habitus- und Mikrozeichnungen dokumentiert.
Leider existiert bisher noch kein Gesamtregister für alle Hefte,
welches das Nachschlagen erleichtern würde.
Wichtiger Hinweis: Von allen Ausgaben der APN-Mitteilungsblätter
sind noch Restbestände vorrätig, die gekauft werden können.
Anfragen an:
Ewald Kajan, Maxstr.9, D-47166 Duisburg, Tel.: 0203-559567
So bedauerlich, wie der "Nachruf" auf eine mykologische Zeitschrift
sein mag, so erfreulich ist auch die Kunde von einer neuen. Im Saarland
erscheint "Der
Tintling", Herausgeberin und Redaktion: Karin Montag,
Lebacher Str.3, D-66839 Schmelz.
"Der Tintling" ist keine Zeitschrift für Mykologen, sondern
für mykophage und mykophile Pilzliebhaber, also keine Konkurrenz
für die "Z.Mykol.", "Boletus", das "Rheinland-Pfälzische
Pilzjournal", "Pilzflora Nordwest-Oberfrankens", die "Beiträge
zur Kenntnis der Pilze Mitteleuropas" und andere bekannte Fachzeitschriften.
Die Herausgeberin will eine Lücke schließen zwischen den pilzkundlichen
Anfängern ("Kochtopf-Mykologen") und den fortgeschrittenen
Pilzkennern und Pilzsachverständigen. Zielgruppe sind somit Anfänger,
Amateurmykologen und Pilzsachverständige. "Der Tintling"
soll - so die Aussage im Vorwort des Ende März diesen Jahres erschienenen
ersten Heftes - allgemeinverständliche Pilzkunde und Kommunikationsmöglichkeit
zwischen Pilzfreunden bieten, populärwissenschaftliche Themen zur
Pilzkunde zwischen Kochtopf und Mykologie, sowie ökologische Kenntnisse
vermitteln.
Diesem Anspruch wird das erste Heft durchaus gerecht. Es ist 40 Seiten
stark und pro Jahr sollen vier Hefte erscheinen. Das gewollte Themen-Spektrum
ist in einem ausgewogenen Maße gegeben:
Ökologie:
- Totes Holz im Garten ist kein Abfall (Artikel aus der Westfalenpost)
- Wozu sind die Pilze gut?
- Pilze in einem Garten
Allgemeinverständliche Pilzkunde:
- Mechanismen der Sporenverbreitung bei Großpilzen
- Trennmerkmale zwischen ähnlichen Gattungen am praktischen Beispiel
- Spezialausdrücke, verständlich gemacht
- Wie erkennt man einen Rißpilz?
Die Seite für den Küchenmykologen:
- Kotelets von frischen Pilzen
- Caesium-Werte in Pilzen
Pilzfloristik:
Such-, Kauf-, Sammel- und Tauschbörse
Termine (-der DGfM und aller Vereine und Arbeitsgemeinschaften)
Fachbezogene Werbung
Verbesserungswürdig erscheint mir persönlich die Übersichtlichkeit
der Seiten mit den Rubriken für Veranstaltungen, Labor, Literatur
und Pilzbestimmungsbörse.
In der Heftmitte befinden sich die Seiten für die Kommunikation
mit Formularen für spezielle Fundmeldungen, Coupons
für die Veröffentlichung von Texten, für Themenvorschläge,
Verbesserungen, sowie ein Musterformular für die Beschreibung
eines Blätterpilzes, aber natürlich auch ein Formular für
das Abonnement des "Tintling".
Nicht unerwähnt bleiben sollen die Kosten eines Abonnements: 5,90
DM pro Heft + 1,50 DM Porto, also 7,40 DM mal 4, also pro Jahr 29,60 DM.
Der relativ niedrige Preis läßt sich wohl im Zusammenhang mit
der Werbung und der recht hohen Auflage von 1000 Exemplaren erklären.
Da "Der
Tintling" die Leser anspricht, denen die Z.Mykol.
und andere Fachzeitschriften zu anspruchsvoll sind, die aber durch die
Lektüre dieser neuen Pilzzeitung einen Einstieg in die Pilzkunde
finden können und damit zu potentiellen Neumitgliedern für die
DGfM werden, wünsche ich Frau Montag viel Erfolg mit diesem Projekt.
Die Vorsitzenden der pilzkundlichen Arbeitsgemeinschaften und Vereine
bitte ich, die neue Zeitschrift ihren Mitgliedern vorzustellen und zu
empfehlen. Die Zielgruppe ist groß, doch sie muß vom "Tintling"
erfahren.
Heinz-J. Ebert
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