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Im Rahmen des Moduls „Systematik und Ökologie der Pilze (Einführung)“ werden wichtige Grundkenntnisse zu Pilzen vermittelt. Typische Strukturmerkmale ausgewählter Pilzgruppen werden erklärt und an Beispielarten beobachtet. Zudem werden wichtige ökologische Aspekte thematisiert, insbesondere die wirtschaftlich relevanten Mykorrhizen. Die lichtmikroskopische Untersuchung ist für eine sichere Bestimmung der Mehrzahl der Pilzarten unverzichtbar, daher wird dieses Modul als Einstieg empfohlen.

In dem Modul „Artenkenntnis, Naturschutz und Toxikologie“ wird fundierte Artenkenntnis und ökologisches Wissen vermittelt. Durch eine Schwerpunktbildung im Bereich der Artenkenntnis von Großpilzen und Toxikologie kann bei der Bewertung von Vergiftungen durch Verzehr vermeintlicher Speisepilze professionelle Hilfe geleistet werden. Zur Vermeidung von Pilzvergiftungen bietet die DGfM zudem Aus- und Fortbildungen zum „Pilzsachverständigen“ an, der Pilzsammler fachlich unterstützt.

In dem Modul „Artenkenntnis und Ökologie der Pilze“ wird fundierte Artenkenntnis von Großpilzen und ökologisches Wissen weiter vertieft. Dabei wird besonderer Wert gelegt auf die verschiedenen ökologischen Nischen der Pilze, ihre Abhängigkeit von Bodentypen und ihre Vergesellschaftung mit Pflanzen.

Im Modul „Molekulare Bestimmung von Pilzen“ wird die Sequenzierung von DNA als wichtige Methode zur Differenzierung von Arten und Verwandtschaftskreisen thematisiert. Die Teilnehmer werden so in die Lage versetzt, auf Sequenzdaten basierende Bestimmungen und andere Aussagen nachzuvollziehen und kritisch zu hinterfragen.

Schimmelpilze im Innenraum und an Lebensmitteln spielen eine zunehmend wichtige Rolle in unserem Leben. Viele in der Natur im Boden lebende Pilze können in Gebäuden vorkommen. Unter diesen gelten etwa 50 bis 100 Arten als gefährlich für den Menschen, da sie Allergien hervorrufen können oder toxisch sind. Unerwünschte Pilze an und in Lebensmitteln stellen eine Gefahr für unsere Gesundheit da, weil sie Giftstoffe ausscheiden können, die bei Verzehr zu Vergiftungen führen. Die Verhinderung bzw. korrekte Einschätzung dieser Gefahr ist unmittelbar mit der richtigen Ansprache der Pilzarten verbunden.

Die Phytopathogenen Pilze an Nutzpflanzen in Land- und Forstwirtschaft, Garten- und Parkanlagen, sowie im Städtebau sind eine heterogene Gruppe von Pilzen, die Schäden an Pflanzen hervorrufen können. In Fußgängerzonen, Garten- und Parkanlagen ist die Sicherheit von Baumpflanzungen von großer Bedeutung. Ein rechtzeitiges Erkennen und die eindeutige Ansprache der verursachenden Pilzarten ist Voraussetzung dafür, Epidemien pathogener Pilze zu verhindern oder einzudämmen.

Im Modul „Biotechnologie der Pilze“ werden Pilze als Produzenten interessanter Naturstoffe und Biomoleküle thematisiert. Dank ihrer Enzyme können Pilze nahezu alle organischen Materialien und sogar Werkstoffe, die nur einen geringen Anteil an organischer Substanz enthalten, besiedeln. Diese Enzyme sind biotechnologisch von großer Bedeutung. Viele Pilze können komplexe Sekundärmetabolite synthetisieren, die oft eine biologische Aktivität (z. B. Penicillin, Statine, Cyclosporin) aufweisen. Sie können interessante Leitstrukturen für Agrochemikalien oder Medikamente darstellen.

Humanpathogene Pilze sind im Rahmen der medizinischen Mykologie als Verursacher von Vergiftungen, Allergien oder als Erreger von Mykosen relevant. Zu den letzteren zählen nicht nur die allgegenwärtigen Pilzerkrankungen von Nägeln, der Haut und der Schleimhäute, sondern auch oft lebensbedrohliche Infektionen innerer Organe. Wissen zu diesen Pilzen wird an medizinischen und veterinärmedizinischen Fakultäten nur ansatzweise vermittelt. Daher ist dieses Modul im Rahmen der Ausbildung besonders wichtig.