Fortbildung bei der DGfM

Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie ist der bundesweite Verein für Mykolog:innen und Pilzinteressierte in Deutschland. Sie fördert Vernetzung, Forschung, Artenkenntnis, Artenkartierung, Öffentlichkeitsarbeit und die Qualifikation von Expert:innen rund um Pilze.

PilzCoach-Ausbildung

Diese Qualifikation richtet sich an Menschen, die insbesondere Mykologie verständlich vermitteln und Pilzwissen öffentlich nutzbar machen möchten (z. B. in Bildungseinrichtungen, bei Workshops, Veranstaltungen).

Struktur: mindestens 60 Stunden Ausbildung, meist über mehrere Wochenenden verteilt, inklusive theoretischer und praktischer Inhalte.

Prüfung zur/zum Pilzsachverständigen (PSV)

Die DGfM ist seit den 1980er-Jahren verantwortlich für die Aus- und Fortbildung von geprüften Pilzsachverständigen.

Inhalt: Artenkenntnis, Ökologie, Toxikologie, Morphologie, Schutzbestimmungen etc.

Nach erfolgreicher Prüfung kann man z. B. Bestimmungs-, Beratungs- und Lehraufträge übernehmen, z. B. Pilz-Lehrwanderungen oder Beratung zur Essbarkeit von Pilzen.

Es gibt begleitende Praxisveranstaltungen wie geführte Pilzlehrwanderungen mit PSV-Expert:innen.

Prüfung zur/zum Feldmykolog*in

Die Feldmykolog:innen-Ausbildung ist eine weiterführende, anspruchsvolle Qualifikation der DGfM für Personen mit sehr guten Artenkenntnissen.

Sie richtet sich vor allem an fortgeschrittene Pilzkundler:innen, häufig mit vorheriger PSV-Qualifikation oder vergleichbarer Erfahrung.

Die Ausbildung erfolgt überwiegend praxisnah, z. B. im Rahmen von DGfM-Tagungen, Exkursionen und Arbeitsgruppen, ergänzt durch eigenständige Studien.

Abschluss ist eine DGfM-Prüfung, die hohe fachliche Kompetenz im Gelände und im Labor voraussetzt.

Feldmykolog:innen leisten einen wichtigen Beitrag zur Pilzkartierung, Biodiversitätsforschung und zum Artenschutz und arbeiten häufig mit wissenschaftlichen Institutionen oder Naturschutzstellen zusammen.

Fachberatung für Mykologie

Die DGfM koordiniert die universitäre Ausbildung zum/zur Fachberater:in für Mykologie.

Curriculum: Systematik, Ökologie, Biotechnologie, Phytopathologie, Lebensmitteltechnologie, Genetik und medizinische Bedeutung von Pilzen.

Diese Qualifikation befähigt zum Beispiel zu gutachterlicher Tätigkeit bei Pilzbefall in Gebäuden, Lebensmitteln oder anderen Kontexten.