Ziele und Aufgaben

Pilze bilden neben Tieren und Pflanzen ein eigenes Organismenreich. Auch wenn sie im Verborgenen wirken, sind sie für die ökologischen Kreisläufe unabdingbar. Die DGfM tritt für die gleichberechtigte Beachtung der Pilze als Lebensform im Umwelt- und Naturschutz, aber auch in der Bildung, der Wissenschaft und der Öffentlichkeit ein.
 
Man kann besser schützen, was man kennt: die DGfM bündelt das Wissen über Pilze und setzt es für den Schutz der Arten und den Erhalt ihrer Lebensräume ein.
 

Umwelt- und Naturschutz

Die DGfM vertritt als nicht-staatliche Organisation den Umwelt- und Naturschutz hinsichtlich der Pilze und ihrer Lebensräume. Sie berät Behörden und andere Organisationen, und pflegt und erweitert dieses spezifische Wissen. Die DGfM engagiert sich für die Berücksichtigung der Funga in Vorschriften des europäischen, Bundes- und Landesrechts wie z.B. die FFH-Richtlinie, für das fachgerechte Monitoring von Pilz-Biodiversität, und für den Erhalt und die Entwicklung von naturnahen Wäldern, Magerwiesen und anderen für Pilze bedeutenden Lebensräumen.

Forschung

Die DGfM ist der Erforschung der Pilze in ihren vielfältigen Aspekten verpflichtet. Dabei geht es vor allem um Umwelt- und Naturschutzbiologie, Ökologie, Systematik, Evolutionsbiologie, Molekularbiologie, Naturstoffchemie und Biotechnologie.

Kartierung

Die DGfM koordiniert die bundesweite Pilzkartierung, begleitet Kartierungsprojekte und stellt die Ergebnisse der Allgemeinheit zur Verfügung. Darüber hinaus bietet die DGfM eine fachliche Betreuung von Werkzeugen zur Pilzkartierung an und verwaltet die Daten. Die gewonnenen Informationen fließen in die Roten Listen der Bundesländer und Deutschlands ein.

Umweltbildung

Die DGfM weckt das Interesse für die Natur, die natürlichen Kreisläufe und die Rolle der Pilze. Sie unterstützt die Erstellung von Lehrplänen und Lehrmaterialien über Pilze, dient der Presse als kompetenter Ansprechpartner und ist im Internet und in sozialen Medien präsent. Sie betreibt Öffentlichkeitsarbeit mittels Postern, Vorträgen, „Pilzwanderungen“, Beteiligung am „Tag der Artenvielfalt“ und der Auswahl und Bekanntgabe des „Pilz des Jahres“. Die DGfM macht auf das vielfältige Potential von Pilzen und Pilzerzeugnissen für eine nachhaltige Entwicklung aufmerksam, von der gesunden Ernährung über umweltfreundliche Materialien bis zum Einsatz in Medizin und Biotechnologie. Damit stärkt sie das allgemeine Bewusstsein für die Wichtigkeit dieser Organismen.

Vernetzung

Die DGfM fördert die Zusammenarbeit von allen Akteurinnen und Akteuren, die sich mit Pilzen beschäftigen. In ihr finden universitäre und außeruniversitäre Mykologen, Freizeitforscher, Pilzfreunde, Umwelt- und Naturschützer, andere pilzinteressierte Personen und Organisationen einen Ort des Austausches. Die DGfM unterstützt mykologische Arbeitsgruppen und Vereine, und die Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Vereinigungen gleicher Zielsetzung. Dies geschieht durch regelmäßige Tagungen, durch die Herausgabe der „Zeitschrift für Mykologie“ und ihrem vereinsbezogenen Publikationsorgan „DGfM-Mitteilungen“, sowie durch die internationale wissenschaftliche Zeitschrift „Mycological Progress“. Die DGfM führt ein Archiv der eigenen Publikationen.