Das Visual Datascience Lab und das LIT Robopsychology Lab der Johannes Kepler Universität in Linz (Österreich) untersuchen aus psychologischer Sicht, inwieweit Menschen computergestützten Informationssystemen vertrauen, und suchen hierfür Fotos von bestimmten Pilzarten.

Die Forscher/innen wollen sich besonders mit dem Anwendungsszenario von Pilz-Apps befassen. Jene Programme werden von Hobby-Pilzsammlern gerne als Hilfe bei der Erkennung von Speisepilzen eingesetzt. Ziel ist es, technische Entscheidungsalgorithmen besser zu verstehen, um blindem Vertrauen in solche Systeme vorzubeugen. Hierzu wurde bereits gemeinsam mit der Mykologischen Arbeitsgemeinschaft Linz ein Fragenkatalog ausgearbeitet, um den Kenntnisstand der Probanden zu messen.

Für die Studie suchen die Forscher/innen qualitativ gute Bilder von ausgewählten Pilzpaaren (Arten, die oft miteinander verwechselt werden):

  • Steinpilz – Boletus edulis
    Gallenröhrling – Tylopilus felleus
  • Parasol – Macrolepiota procera
    Grüner Knollenblätterpilz, braune Variante – Amanita phalloides
  • Eierschwammerl – Cantharellus cibarius
    Falscher Pfifferling – Hygrophoropsis aurantiaca
    Grüngelbes Gallertkäppchen – Leotia lubrica
  • Trompetenpfifferling – Craterellus tubaeformis
    Grüngelbes Gallertkäppchen – Leotia lubrica
  • Kegelhütiger Knollenblätterpilz – Amanita virosa
    Wiesenchampignon – Agaricus campestris
  • Frühjahrslorchel – Gyromitra esculenta
    Rundmorchel – Morchella esculenta
  • Gifthäubling – Galerina marginata
    Stockschwämmchen – Kuehneromyces mutabilis
  • Perlpilz – Amanita rubescens
    Pantherpilz – Amanita pantherina
  • Violetter Lacktrichterling – Laccaria amethystina
    Rettichhelmling – Mycena pura

Aufgrund des bisher sehr geringen Datenbestands wären Bilder zu folgenden Pilzen besonders wichtig: braune Variante des Grünen Knollenblätterpilzes, Falscher Pfifferling, Kegelhütiger Knollenblätterpilz und Rundmorchel. Aber auch Fotos zu den anderen o. g. Arten werden gebraucht.

Für die Studie genügen Bilder mit 800 Bildpunkten (lange Kante) im platzsparenden .JPG-Dateiformat. Bitte benennen Sie die Dateien nach den deutschen Pilznamen, dann tun sich die Nicht-Pilzkundigen bei der Zuordnung leichter.

Tipp: Möchten Sie nicht jede Datei umbenennen, kopieren sie die Bilder einfach in entsprechend benannte Ordner. Zum Schluss können sie alle Ordner mit den darin enthaltenen Bildern (z. B. mit 7-Zip) in ein Archiv packen und die Datei versenden. Für größere Datenmengen bietet sich z. B. WeTransfer (kostenlos, keine Registrierung nötig) an.

Schicken Sie die Bilder bitte direkt an Frau Christina Humer:  – sie versichert ein rein wissenschaftliches Interesse an den Fotos, es wird weder eine App entwickelt noch verkauft.

Danke an alle, die diese spannende Studie durch ihre Pilzfotos unterstützen!

Bilder

Kegelhütiger Knollenblätterpilz – Amanita virosa

Kegelhütiger Knollenblätterpilz – Amanita virosa | Bild: Andreas Kunze

Speisemorchel – Morchella esculenta agg.

Speisemorchel – Morchella esculenta agg. | Bild: Andreas Kunze

Falscher Pfifferling – Hygrophoropsis aurantiaca

Falscher Pfifferling – Hygrophoropsis aurantiaca | Bild: Andreas Kunze