Eine mykofloristische Bestandsaufnahme in den Gewächshäusern des Ökologisch-Botanischen Gartens der Universität Bayreuth – Teil 2

Die Ergebnisse einer erstmaligen mykologischen Untersuchung der Warm- undKalthäuser des Botanischen Gartens in Bayreuth werden vorgestellt. Den Schwerpunkt bildet die Dokumentation seltener oder bemerkenswerter Arten. Durch Fotos wird versucht, ihre oftmals große Formen- und Farbenvielfalt zu verdeutlichen. Ergänzende Angaben beziehen sich vor allem auf Vergleiche mit Literaturbeschreibungen, verwandte Sippen und Variabilität. Bei vielen Species dürfte es sich um Erstfunde aus Gewächshäusern handeln. Conocybe umbonata, Echinoderma efibule, Leucoagaricus caldariorum, L. rubroconfusus und Mycena hawaiiensis wurden in Deutschland noch nicht bzw. europaweit nur selten nachgewiesen. Die Mehrzahl der 84, hier beschriebenen oder aufgelisteten Arten zeichnen sich durch eine saprophytische bzw. saproparasitische Lebensweise und lignicole Substratpräferenz aus. Dies gilt insbesondere für Lepiotaceae und Mycena. Bevorzugtes Gehölz der wenigen Mykorrhizapilze war Quercus. Leucoagaricus clavipes wird anhand reichlichen Materials aus dem Tropenwaldhaus als neue Art beschrieben.
Autor: Gubitz, Ch.
Jahr: 2012
Ausgabe: Z. Mykol. 78(1)
Seiten: 9-52
gehört zu Heft: Z. Mykol. 78(1)
Schlagworte: Ascomycota, Basidiomycota, Botanical Garden Bayreuth, comparison, descriptions, ecology, greenhouse fungi, Leucoagaricus clavipes nov. spec., Mycoflora of Germany, Myxomycota, variability


Zurück