Ressourcenverfügbarkeit steuert Fruchtkörpereigenschaften von Pilzgesellschaften

Die Größe von Fruchtkörpern ist eine Arteigenschaft von Pilzen. Es wurde nun gezeigt, dass Artengemeinschaften in Habitaten mit guter Ressourcenverfügbarkeit durchnittlich größere Fruchtkörper haben, als diejenigen unter Ressourcenmangel. Dabei bleibt der grundsätzliche Biomassenunterschied zwischen saprotrophen und Ektomykorrhizapilzen bestehen, letztere sind im Durchschnitt größer. Beide Gilden produzieren mehr Fruchtkörper unter marginalen Bedingungen und können so mit den Ressourcen besser haushalten. Ressourcenmangel wirkt sich auch auf Sporen aus: sie werden schmaler und bei ektotrophen Artengemeinschaften zusätzlich größer. Beide Veränderungen erhöhen möglicherweise die Verbreitungs- bzw. Überlebenschancen der Sporen unter kritischen Bedingungen. Abschließend werden weitere mögliche Einflussfaktoren und damit zusammenhängender Klärungsbedarf diskutiert.
Autor: Halbwachs H, Bässler C
Jahr: 2017
Ausgabe: Z. Mykol. 83(2)
Seiten: 357-363
gehört zu Heft: Z. Mykol. 83(2)
Schlagworte: Fruchtkörpergröße, Produktivität, Nährstoffangebot, saprotroph, Ektomykorrhizapilze, Höhengradient


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