Zwei aus Finnland beschriebene Risspilze in Deutschland nachgewiesen: Inocybe urceolicystis Stangl & Vauras und Inocybe ericetorum Vauras & Kokkonen

Inocybe urceolicystis Stangl & Vauras und Inocybe ericetorum Vauras & Kokkonen wurden bislang lediglich in Fennoskandinavien registriert. Im Jahr 2012 wurden sie auch in Deutschland gefunden. Ferner wird von einem Fund von Inocybe urceolicystis aus Estland berichtet. Die Beschreibungen beider Arten werden durch Makro- und Mikrofotos sowie Zeichnungen ergänzt. Bei den Kollektionen von Inocybe urceolicystis weist mindestens ein Drittel der Cheilozystiden einen abgerundeten Zystiden-Boden auf, so dass die Konstanz dieses namengebenden Merkmals bestätigt werden konnte. Für die fennoskandinavischen und estnischen Funde beider Arten wird eine Verbreitungskarte gezeigt. Die Bestimmung der deutschen Funde beider Arten konnte durch die Übereinstimmung mit den ITS-Sequenzen der jeweiligen Holotypen gesichert werden. Für die Bearbeitung der Gattung Inocybe wird neben der DNA-Barcoding-Region ITS zusätzlich die LSU-Region herangezogen. Es werden Alinierungs- und Analyse-Methoden beschrieben, die die Interpretation der molekularen Daten bei den Arten der Gattung Inocybe erleichtern. Inocybe urceolicystis steht im ITS-LSU- Kladogramm isoliert, während Inocybe ericetorum dem Clade der Napipedinae angehört.
Autor: Oertel B, Bandini D, Vauras J
Jahr: 2014
Ausgabe: Z. Mykol. 80(1)
Seiten: 43-79
gehört zu Heft: Z. Mykol. 80(1)
Schlagworte: Inocybe urceolicystis, Inocybe ericetorum, subgenus Inocybe, Inocybaceae, Agaricales, Basidiomycota, Napipedinae, description, holotype-analysis, mycoflora of Germany, Estonia, Finland, Norway, Sweden, DNA, ITS, LSU, Maximum Likelihood


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