Verbraucherschutztafeln

Die ersten 5 Verbraucherschutztafeln die „Verbraucherinformationstafeln über Marktpilze“ liegen gedruckt im DIN A 4 Format vor.

Diese Übersicht zeigt die erstellten fünf Tafeln mit den wichtigsten Marktpilzen. Es sind Cantharellus cibarius (Pfifferlinge), Agaricus bisborus (Champignons), Xerocomus badius (Maronenröhrlinge), Boletus edulis (Steinpilze) und Pleurotus ostreatus etc. (Seitlinge). Die Tafeln können über den Schatzmeister der DGfM bestellt werden. (Kontaktdaten siehe Box auf der rechten Seite)

Verbraucherschutztafeln der DGFM

Hintergrund

Pilze, die verkauft werden sind eine leicht verderbliche Ware, die bevor sie verdirbt schnell umgeschlagen werden muss. Zum Teil sind aber die Pilze über eine Woche unterwegs bevor sie den Endverbraucher erreichen, weil sie häufig aus Osteuropa kommen oder beim Hersteller in der Pilzfarm schon länger lagern. Dieses führt zu Problemen; die Ware ist häufig überlagert oder falsch gelagert. Erkrankungen, ausgelöst durch verdorbene ansonsten aber essbare Pilze nennt man eine „Unechte Pilz- oder Lebensmittelvergiftung“.

Das Problem der "Unechten Pilzvergiftung"

Das Problem der „Unechten Pilzvergiftung“ und des großflächigen Verkaufs von verdorbenen Pilzen ist der breiten Öffentlichkeit bisher unbekannt gewesen. Essbare Pilze „Marktpilze“ können durch äußere Einflüsse, Vergiftungen auslösen, die allgemein unter dem Begriff „Unechte Pilzvergiftung“ fallen. Es ist nichts anderes als eine Lebensmittelvergiftung, die durch verdorbene Pilze, durch Bakterieneinwirkung bei Pilzen, durch Schimmelpilze oder durch die fortgeschrittene Eiweißzersetzung der Pilzfruchtkörper entsteht. Unechte Pilzvergiftungen können Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber, Bauchkolik, Schüttelfrost, Kreislaufkollaps usw. auslösen.

Verkauf von verdorbenen Pilzen

Der Verkauf von verdorbenen Pilzen auf Märkten sowie in Lebensmittelmärkten hat in den vergangenen Jahren Formen angenommen, die erschreckend sind. So wurden von Herrn Müller im September 2003 für die Verbraucherzentrale in Bremen 14 Proben Pfifferlinge von unterschiedlichen Verkaufsständen untersucht und festgestellt, dass rund 30 % der Proben nicht mehr verkehrsfähig waren. Sie waren zum größten Teil verfault, matschig, verdorben oder / und verschimmelt. In anderen Proben, die Herr Müller für Lebensmitteluntersuchungsämter oder Krankenhäuser begutachtete waren bis zu 100% der Pilze verdorben etc.. Aber dieses ist nicht nur ein regionales Problem sondern ein überregionales, das den gesamten Pilzverkauf in Deutschland betrifft. So war Herr Müller im Juli 2004 in München auf dem Viktualienmarkt, dort wurden unter anderem große Mengen Pfifferlinge angeboten, rund 25% der in Augenschein genommenen Pilze waren nicht mehr einwandfrei bzw. verkehrsfähig. In Leer waren rund 40% der von mir geprüften Pilze und in Oldenburg über 60% der Proben in einem nicht mehr einwandfreien oder verkehrsfähigen Zustand. Diese Zahlen und das Problem sind in der Öffentlichkeit bis auf einen sehr kleinen Expertenkreis unbekannt.

Es gibt kaum einen Pilzverkaufsstand (auch Großmärkte) mit nur einwandfreier Ware. Sie glauben das nicht? Kaufen Sie willkürlich über 3 - 4 Tage in einigen Geschäften oder auf dem Wochenmarkt Champignons ein. Vergleichen Sie diese anschließend mit der Verbraucherinformationstafel Nummer 2 „Zucht- Champignons“. Sie werden über das Ergebnis sehr überrascht sein!

Wer denkt schon daran, gesundheitliche Probleme zu bekommen, wenn er Schnitzel mit einigen Champignons verzehrt. Häufig ist dies keine Salmonellen- oder Fleischvergiftung, sondern eine „Unechte Pilzvergiftung“. Selbst der aufgesuchte Arzt wird fast nur auf eine unbestimmte Magendarminfektion „tippen“ und diese entsprechend mit mehr oder weniger Erfolg behandeln. Nach einer eher sehr vorsichtigen Schätzung erkranken ernsthaft jährlich mindestens 5.000 - 10.000 Menschen an einer unechten Pilzvergiftung in Deutschland, davon wird kaum eine als solche erkannt.

Die Verbraucher, die Pilze auf einem Markt oder in einem Geschäft kaufen, gehen grundsätzlich davon aus, dass die gekaufte Ware einwandfrei ist. Sie vertrauen darauf, dass die zuständigen Behörden „ihr Lebensmittel“ kontrollieren und keine Lebensmittel in einem verdorbenen bzw. nicht mehr verkehrsfähigen Zustand vorhanden sind.

Unzureichende Kontrollen

Zwar kontrollieren die entsprechenden Lebensmittelkontrolleure der Ämter die Geschäfte und Märkte, aber bei Pilzen ist eine gefährliche Wissenslücke vorhanden, die dazu führt, dass die Lebensmittelkontrolleure meistens nicht wissen, was sie denn kontrollieren bzw. unsicher sind oder auch unwissend, ob der Pilz noch verkehrsfähig ist oder nicht. Es fehlt hier nicht am Willen der Behörden bzw. deren Mitarbeiter, sondern schlichtweg an dem nötigen Fachwissen.

Verkäufer, Verkäuferinnen, die zum Teil unausgebildet sind, vertrauen ebenfalls aufgrund fehlender Fachkenntnisse darauf, dass die erworbenen Pilze aus dem Großhandel oder vom Hersteller in einem einwandfreien Zustand sind.

Die wirksamen Marktpilzkontrollen durch entsprechende Pilzsachverständige der DGfM sind in den meisten Kommunen in den letzten Jahren abgeschafft worden. So schließt sich der Kreis.

Entscheidungshilfe Verbraucherschutztafeln

Um hier Abhilfe zu schaffen und den entsprechenden Ämtern, Personen und vor allem auch dem Verbraucher eine Entscheidungshilfe an die Hand zu geben, hat Herr Müller für die wichtigsten fünf „Marktpilze“ Pilztafeln erstellt. Die Tafeln sollen jeden in die Lage versetzen, mindestens annähernd den Frischegrad, den Alterungszustand, die Essbarkeit und die Verkehrsfähigkeit der Pilze anhand der dort vorhandenen kurzen Pilzbeschreibung und der abgebildeten Pilze selbst zu überprüfen oder zu bestimmen. Somit sind die Tafeln auch für Schulungszwecke und als Referenzdarstellung sehr gut geeignet.

Primär ist es Aufgabe des Staates die Gesundheitsfürsorge bzw. Vorsorge für die Bevölkerung durchzuführen. Aber dort ist dieses Problem völlig unbekannt. Da es die Ministerien für Gesundheit und Verbraucherschutz betrifft, schieben diese sich jetzt gegenseitig die Zuständigkeit zu und bis zu einer Klärung kann es dauern, denn auf alle Fälle will keiner zuständig sein!

Wir als DGfM sind nur eine kleine Fachgesellschaft mit rund 1700 Mitgliedern und können daher nur in einem sehr begrenzten Rahmen die Tafeln fördern und verbreiten. Mit ehrenamtlicher Arbeit ist das nicht zu schaffen. Trotzdem ist es auch unsere Aufgabe als die Fachgesellschaft aufzuklären und dieser Verpflichtung kommen wir nach. Zudem sind diese Tafeln für Ausstellungen ideal, es gibt sie auch in DIN A3 und selbstverständlich als Werbematerial für die DGfM!

Grundsätze für den Verkauf von Marktpilzen

Aber wir sollten nicht nur informieren sondern auch mit energischem Nachdruck die nachfolgenden Grundsätze für den Verkauf von Marktpilzen vom Staat im Sinne des Verbrauchers einfordern:

  • Alle Gemeinden und Städte erlassen eine Marktpilzordnung, die DGfM würde eine Mustersatzung erstellen.
  • Eindeutiger Herkunftsnachweis und vor allem ein tatsächlich zutreffender. (Hier wird ständig gemogelt!).
  • Das Pflück- bzw. Erntedatum muss zwingend angegeben werden
  • Schulung der Lebensmittelkontrolleure durch die DGfM
  • Die Verkäufer von Pilzen müssen über einen Sachkundenachweis von der DGfM verfügen
  • Marktpilzkontrolleure der DGfM sind von den Gemeinden und Städten einzustellen bzw. zu beauftragen für sie tätig zu werden.
  • Staatliche Anerkennung von DGfM Pilzsachverständigen
  • Jede Pilzverkaufsstelle hat an seinem Stand eine Marktpilztafel, entsprechend der zu verkaufenden Pilzart, auszuhängen; der Verkäufer (auch der Verbraucher) kann so vor Ort eine Einschätzung der Ware vornehmen.

Preisliste für die „Verbraucherinformationstafeln über Marktpilze“ (DIN A4)

Ein Satz besteht aus 5 Tafeln: Pfifferling, Champignon, Steinpilz, Maronenröhrling, Seitlinge
Der Preis bezieht sich auf die Anzahl der insgesamt bestellten Tafeln

Bei einer Bestellung unter einem Warenwert von 50,00 Euro kommt ein Zuschlag für Verpackung und Versand von 5,00 Euro hinzu. Ansonsten sind die jeweiligen Postpaketgebühren der Post und 3,50 Euro für Verpackung zu zahlen.

Preis für Nichtmitglieder

Preis für Mitglieder

Stückzahl von / bis

Preis pro Tafel

Stückzahl von / bis

Preis pro Tafel

1 - 20

1,00 Euro

1 - 20

0,50 Euro

21 - 50

0,80 Euro

21 - 50

0,40 Euro

51 - 100

0,70 Euro

51 - 100

0,35 Euro

101 - 200

0,60 Euro

101 - 200

0,30 Euro

201 - 400

0,50 Euro

201 - 400

0,25 Euro

401 - 800

0,36 Euro

401 - 800

0,18 Euro

801 - 1000

0,22 Euro

801 - 1000

0,11 Euro

über 1000

0,20 Euro

über 1000

0,10 Euro

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