Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie e.V. verleiht den Oscar-Brefeld-Preis in zweijährigem Turnus.

Der nach dem deutschen Botaniker und Mykologen Oscar Brefeld (1839–1925) benannte Wissenschaftspreis wurde anlässlich der 1. Internationalen Tagung der DGfM und der Publikation des 70. Bandes der Zeitschrift für Mykologie im Jahre 2004 begründet und erstmals verliehen.

Die Vergabe des Oscar-Brefeld-Preises erfolgt ab 2016 nach folgenden Richtlinien.

 

Inhalt

§ 1 Voraussetzungen

§ 2 Turnus und Dotierung

§ 3 Vorschläge von Kandidatinnen und Kandidaten

§ 4 Jury und Befangenheit

§ 5 Würdigung

 

§ 1 Voraussetzungen

Berücksichtigt werden ausschließlich mykologische Arbeiten junger Wissenschaftler aber auch hervorragende Dissertationen. Die Arbeiten sollen überwiegend an einer deutschen Forschungseinrichtung erbracht worden sein. Bei multipler Autorenschaft soll der Preis an denjenigen fallen, der den entscheidenden wissenschaftlichen Beitrag geleistet hat. Die Veröffentlichung der zu prämierenden Arbeit soll nicht länger als zwei Jahre vor Schlusstermin der Bewerbung getätigt worden sein. Der Preisträger darf bei der Einreichung der Bewerbung das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Kindererziehungszeiten werden mit bis zu drei Jahren pro Kind berücksichtigt. Eine Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Mykologie wird nicht vorausgesetzt. Die Nationalität spielt keine Rolle.

 

§ 2 Turnus und Dotierung

Der Preis wird in zweijährigem Turnus vergeben und während der Internationalen Tagung der DGfM überreicht. Der Preis umfasst eine Urkunde, die den Namen des Preisträgers, den Titel der preisgekrönten Arbeit sowie deren bibliographische Angaben enthält und die Unterschrift des Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Mykologie trägt. Das Preisgeld beträgt derzeit 1500 Euro. Der Preis kann nicht geteilt werden.

 

§ 3 Vorschläge von Kandidatinnen und Kandidaten

Vorschläge zur Auszeichnung können von allen promovierten Mykologen der DGfM an den Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Mykologie gerichtet werden. Vorschlagsfrist ist der 31. Juli des Jahres, in dem eine Internationale Tagung der DGfM abgehalten wird. Der Vorschlag soll die zu prämierende Arbeit und eine ausführliche Begründung jeweils in dreifacher Ausfertigung enthalten. Eigenbewerbung ist nicht möglich.

 

§ 4 Jury und Befangenheit

Die Jury besteht aus dem Fachausschuss Wissenschaft der DGfM. Ab der zweiten Preisverleihung wirkt der letzte Preisträger ebenfalls in der Jury mit. Befangene Mitglieder der Jury enthalten sich bei den entsprechenden Abstimmungen. Sollte mehr als die Hälfte der Mitglieder befangen sein, können weitere Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler hinzugezogen.

 

§ 5 Würdigung

Der Preisträger wird in Mycological Progress und in der Zeitschrift für Mykologie gewürdigt.

Bilder

Julius Oscar Brefeld (ca.1877); Foto aus Acta horti bergiani Bd. III, Nr. 3, Tafel 90 (1905)

Julius Oscar Brefeld (ca.1877); Foto aus Acta horti bergiani Bd. III, Nr. 3, Tafel 90 (1905) | Bild: F. Hundt