Eingangsvitrine

Noch bis zum 24. Januar 2021 findet im Museum für Naturkunde Magdeburg die Sonderausstellung „Pilze – Netzwerker der Natur“ mit Pilzmodellen aus der Werkstatt von Lilo und Klaus Wechsler (Bremen) statt. Die Pilze wirken in ihrer Darstellung absolut echt und sind in verschiedenen Dioramen biotopgerecht in übersichtlichen Vitrinen zusammengestellt.

Titelbild der Mycological Progress

Pflaumenbäume beherbergen überraschend viele Pilzarten, darunter zahlreiche der Wissenschaft bisher unbekannte Spezies, wie jüngst eine Untersuchung ergab. Darüber und über weitere Themen wie zum Beispiel eine beliebte Gartenpflanzen betreffende und möglicherweise neue Pandemie im Reich der Pilze informiert die „Mycological Progress“. Wir werfen einen Blick auf die facettierten Inhalte der letzten drei Ausgaben.

Entwicklungsrat Diego Brito, die deutsche Pilzforscherin Rose Maria Dähncke und José María Pestana, Bürgermeister von Villa de Mazo (von links) | Foto: David Sanz

La Palma – Insel der Pilze. Den Namen hat die kleine Kanarische Insel verdient mit ihren 1.500 gelisteten Pilzarten. Einen Groβteil davon kann man am 28. November 2020 während des ‘Gran Día de Setas’, dem Groβen Tag der Pilze, im Erholungsgebiet El Pilar sehen. Nach ausgiebiger Suche werden die Funde bestimmt und mit Namen versehen zu einer Ausstellung arrangiert. Die essbaren Pilze werden köstlich zubereitet und an die Besucher gratis ausgegeben.

(Gesunder) Feuersalamander im Moos | Bild: Andreas Glöckner/ Pixabay

Bei unseren Waldbegehungen und Pilzführungen kommen wir in feuchten Waldgebieten und an Bachläufen immer wieder mit Salamandern in Kontakt. Dies birgt die Gefahr, dass eine neuartige und als „Salamanderpest“ bekannt gewordene Pilzkrankheit ungewollt verschleppt wird. Sie wird durch den pathogenen Chytridpilz Batrachochytrium salamandrivorans – kurz „Bsal“ – verursacht und dezimiert vor allem die Bestände des Feuersalamanders.

Logo von Der Natur-Shop

Mit steigender Anzahl an Zeitschriften, Flyern und weiteren Materialien erledigen wir den Versand ab sofort in professioneller Zusammenarbeit mit „Der Natur-Shop“ in Hannover. Das Unternehmen verfügt über umfangreiche Erfahrung in dem Bereich und liefert seit Jahren schöne, interessante und nützliche Produkte rund ums Thema Natur, darunter hochwertige Nisthilfen, Artikel für die Tierfütterung im Garten, nachhaltige Bekleidung, Kalender, Naturführer, Kinderbücher u.v.m.

Knubbelige Fruchtkörper des Schwefelporlings

Die Diskussion im Forum, Schwefelporlinge könnten aus dem Holz giftiger Bäumen Toxine aufnehmen und beim Verzehr durch Menschen Vergiftungen verursachen, stieß unvermittelt auf Interesse: Frau Dr. Anett Werner, die Leiterin der AG Enzymtechnik am Institut für Naturstofftechnik der Technischen Universität Dresden, bot an, einen Stamm von Eibe oder Robinie in Kultur zu nehmen und zu untersuchen. In ihrem Fokus steht vor allem die Erforschung der Enzyme und Myzelstruktur.

Logo des Portals „ArtenFinder RLP“

Am heutigen Internationalen Tag der biologischen Vielfalt ruft die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) dazu auf, die Funde von Jahreswesen in Rheinland-Pfalz und den benachbarten Gebieten über ihr Bürgerwissenschaftsportal „ArtenFinder Rheinland-Pfalz“ zu melden. Die DGfM unterstützt die Kampagne und bittet um Fundmeldungen der Gewöhnlichen Stinkmorchel, unser Pilz des Jahres 2020.

Kapitale Biotopfichte im Nationalpark Bayerischer Wald

Um Pilze stärker bei Umweltgutachten, Forschungsprojekten etc. mit einzubeziehen, sind qualifizierte Fachleute notwendig. Doch aktuell gibt es weder eine Ausbildung noch eine Richtlinie dafür. Die DGfM will mit einer feldmykologischen Qualifizierung in drei Stufen die Artenkenntnis in Deutschland fördern und junge Menschen für die Projektarbeit mit dem Fokus auf Pilze begeistern.

3D-Modell eines Coronavirus

Aufgrund der Pandemie mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hat sich das Präsidium dazu entschlossen, die vom 30.4. – 3.5.2020 geplante Tagung in Schmitten inklusive der Mitgliederversammlung am 2.5. abzusagen. Die DGfM übernimmt ggf. anfallende Stornogebühren. Leider lässt sich in der Kürze der Zeit keine Ersatzveranstaltung im Herbst realisieren. Für die MV wird jedoch eine Lösung gesucht. Wir bitten um Verständnis in dieser Ausnahmesituation.

Titelbild von Heft 86/1 der Zeitschrift für Mykologie

Das Titelbild der ersten Ausgabe 2020 der Zeitschrift für Mykologie ziert ein tolles Aquarell von Maria Sergeeva, das mehrere Fruchtkörper und Sporen von Russula tintctipes mit etwas Eichenlaub illustriert. Den Artikel von Hans-Jürgen Stahl, Werner Jurkeit und Felix Hampe über diesen attraktiven Täubling lesen Sie ab Seite 3.

Rote Listen Pilze

Bereits im Dezember 2019 hat das Rote-Liste-Zentrum (RLZ) in Bonn eine Artensuchmaschine in Betrieb genommen. Damit macht sie den Gefährdungsstatus von rund 30.000 untersuchten Tieren, Pflanzen und Pilzen Deutschlands kostenlos recherchierbar.

Vorderseite der Broschüre „Pilze im Böhmerwald“

Der Nationalpark Šumava hat die Broschüre „Pilze im Böhmerwald“ in deutscher und tschechischer Sprache veröffentlicht. Sie umfasst eine Übersicht der häufigsten Gift- und Speisepilze, Kurzporträts von Naturnähezeigern sowie einige Raritäten aus dem Reich der Pilze.

Blauer Planet: Blick aus dem Weltraum auf unsere Erde

Die NASA erforscht in Kalifornien Technologien, um mit Hilfe von Pilzen Strukturen für Bauten und Möbel wachsen zu lassen. Ziel des Myko-Architektur-Projekts seien Lebensräume für die Besiedelung des Mondes und des Mars durch den Menschen. Ebenso wären damit nachhaltigere Lebensweisen auf der Erde denkbar.

Durch Aurofusarin rot gefärbtes Myzel von Fusarium graminearum

Würmer, Springschwänze und Milben bilden etwa 20 Prozent der lebenden Biomasse im Boden. Sie ernähren sich bevorzugt von Schimmelpilzen. Forscher/innen unter der Leitung der Universität Göttingen fanden heraus, dass Schimmelpilze ihre Prädatoren mit bestimmten Pigmenten auf Distanz halten. Zuvor hatten sich die Wissenschaftler/innen jahrzehntelang vergeblich auf Mykotoxine konzentriert.

Der Pilzsachverständige Dr. Georg Dünzl im Interview

Am gestrigen Freitagabend ging es in der TV-Sendung „Abendschau - Der Süden“ des Bayerischen Rundfunks auch um Pilz-Apps. In dem gut 3-minütigen Beitrag macht sich die Reporterin Nadine Cibu ohne Vorkenntnisse auf in den Wald, um Pilze zu sammeln und die Funde mit der Hilfe zweier Pilz-Apps zu bestimmen.

Eines der „Pilzräder“ aus Leitfotos, Unterscheidungsmerkmalen und Zeichnungen wesentlicher mikroskopischer Merkmale

Ende Juli informierten wir auf Facebook über den neuen Pilzführer „Fungi of Temperate Europe“ von Thomas Læssøe und Jens H. Petersen. Inzwischen ist der englischsprachige Doppelband mit Pilzen aus Nord- und Mitteleuropa im Handel erhältlich. Als Highlight bieten die Autoren sämtliche „Pilzräder“ aus ihrem Werk als kostenlosen PDF-Download an.

Der rote Hut mit den weiß getupften Hüllresten sind typische Merkmale des Fliegenpilzes

Mit dieser Überschrift titelte die Saarbrücker Zeitung in der vergangenen Woche einen am Vortag bereits online erschienenen Artikel, der neben den vielen Vorzügen von Pilz-Apps auch deren Schwächen beleuchtet. Vorausgegangen war dem Bericht ein Leserbrief der Pilzfreunde Saar-Pfalz e.V., der einen zuvor veröffentlichten, einseitigen Artikel kritisierte.

Staatsminister Thorsten Glauber bei der Überreichung von Urkunde und Ehrennadel an Sissi Stanek

Die DGfM gratuliert ihrem Mitglied Sissi Stanek (Ammerndorf) zur Verleihung des „Grünen Engels“. Frau Stanek bekam am 11. Juli 2019 in Ansbach für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit als Pilzsachverständige und ihr Engagement in der Pilzkartierung von Staatsminister Thorsten Glauber eine Urkunde und eine Ehrennadel überreicht.

Radioaktives Kohlendioxid macht Verbindungen zwischen Waldbäumen nachweisbar.

In der TV-Doku „Die geheime Welt der Pflanzen“ von Erna Buffie haben ab 21:52 auch Pilze ihren Auftritt. Der Fokus liegt auf dem „Wood Wide Web“, wie das unterirdische Geflecht aus den Zellfäden von Mykorrhizapilzen und den Wurzeln von Waldbäumen zuweilen genannt wird. Demnach ist der Stand überholt, Pflanzen würden nur miteinander konkurrieren.

Christoph Riegert (Staatsforstbetrieb Arnstein) und Rudi Markones (Pilzfreunde Mainfranken)

Die Bayerischen Staatsforsten haben bei Kist (Unterfranken) nördlich des Naturschutzgebiets „Blutsee-Moor“ ein kleines Pilzschutzgebiet ausgewiesen. Es soll von den Pilzfreunden Mainfranken ehrenamtlich betreut werden. Neben der Bestimmung und Kartierung der dortigen Pilzfunde sind auch Infoveranstaltungen für Bürger angedacht. Das Projekt ist zunächst auf 10 Jahre befristet mit Aussicht auf Verlängerung.