Durch Aurofusarin rot gefärbtes Myzel von Fusarium graminearum

Würmer, Springschwänze und Milben bilden etwa 20 Prozent der lebenden Biomasse im Boden. Sie ernähren sich bevorzugt von Schimmelpilzen. Forscher/innen unter der Leitung der Universität Göttingen fanden heraus, dass Schimmelpilze ihre Prädatoren mit bestimmten Pigmenten auf Distanz halten. Zuvor hatten sich die Wissenschaftler/innen jahrzehntelang vergeblich auf Mykotoxine konzentriert.

Der Pilzsachverständige Dr. Georg Dünzl im Interview

Am gestrigen Freitagabend ging es in der TV-Sendung „Abendschau - Der Süden“ des Bayerischen Rundfunks auch um Pilz-Apps. In dem gut 3-minütigen Beitrag macht sich die Reporterin Nadine Cibu ohne Vorkenntnisse auf in den Wald, um Pilze zu sammeln und die Funde mit der Hilfe zweier Pilz-Apps zu bestimmen.

Eines der „Pilzräder“ aus Leitfotos, Unterscheidungsmerkmalen und Zeichnungen wesentlicher mikroskopischer Merkmale

Ende Juli informierten wir auf Facebook über den neuen Pilzführer „Fungi of Temperate Europe“ von Thomas Læssøe und Jens H. Petersen. Inzwischen ist der englischsprachige Doppelband mit Pilzen aus Nord- und Mitteleuropa im Handel erhältlich. Als Highlight bieten die Autoren sämtliche „Pilzräder“ aus ihrem Werk als kostenlosen PDF-Download an.

Der rote Hut mit den weiß getupften Hüllresten sind typische Merkmale des Fliegenpilzes

Mit dieser Überschrift titelte die Saarbrücker Zeitung in der vergangenen Woche einen am Vortag bereits online erschienenen Artikel, der neben den vielen Vorzügen von Pilz-Apps auch deren Schwächen beleuchtet. Vorausgegangen war dem Bericht ein Leserbrief der Pilzfreunde Saar-Pfalz e.V., der einen zuvor veröffentlichten, einseitigen Artikel kritisierte.

Staatsminister Thorsten Glauber bei der Überreichung von Urkunde und Ehrennadel an Sissi Stanek

Die DGfM gratuliert ihrem Mitglied Sissi Stanek (Ammerndorf) zur Verleihung des „Grünen Engels“. Frau Stanek bekam am 11. Juli 2019 in Ansbach für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit als Pilzsachverständige und ihr Engagement in der Pilzkartierung von Staatsminister Thorsten Glauber eine Urkunde und eine Ehrennadel überreicht.

Radioaktives Kohlendioxid macht Verbindungen zwischen Waldbäumen nachweisbar.

In der TV-Doku „Die geheime Welt der Pflanzen“ von Erna Buffie haben ab 21:52 auch Pilze ihren Auftritt. Der Fokus liegt auf dem „Wood Wide Web“, wie das unterirdische Geflecht aus den Zellfäden von Mykorrhizapilzen und den Wurzeln von Waldbäumen zuweilen genannt wird. Demnach ist der Stand überholt, Pflanzen würden nur miteinander konkurrieren.

Christoph Riegert (Staatsforstbetrieb Arnstein) und Rudi Markones (Pilzfreunde Mainfranken)

Die Bayerischen Staatsforsten haben bei Kist (Unterfranken) nördlich des Naturschutzgebiets „Blutsee-Moor“ ein kleines Pilzschutzgebiet ausgewiesen. Es soll von den Pilzfreunden Mainfranken ehrenamtlich betreut werden. Neben der Bestimmung und Kartierung der dortigen Pilzfunde sind auch Infoveranstaltungen für Bürger angedacht. Das Projekt ist zunächst auf 10 Jahre befristet mit Aussicht auf Verlängerung.

Reiner Hellwig, Pilzsachverständiger der DGfM und Schöpfer aller Pilzkunstwerke

Seit April dieses Jahres hat das Pilzkundekabinett in Reinhardtsgrimma, etwa 20 km südlich der sächsischen Landeshauptstadt Dresden, wieder seine Pforten geöffnet. Dort können Pilzinteressierte bis November jeden Sonn- und Feiertag von 10 bis 17 Uhr die naturgetreuen Pilzmodelle von Reiner Helwig bestaunen. Für Gruppen sind auch Führungen außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Sklerotienporling neben liegendem Holz

Dr. Lothar und Katharina Krieglsteiner porträtieren in einem YouTube-Video den Sklerotienporling oder Kleinen Schuppenporling (Polyporus tuberaster) inklusive des zugehörigen „Pilzsteins“. Den Pilz kannten übrigens schon die alten Römer und zogen ihn im Haus oder Garten.

Ahorn-Rußrindenkrankheit

Cryptostroma corticale, der Erreger der Ahorn-Rußrindenkrankheit, rafft die im Rekordhitzejahr 2018 gestressten Ahorne dahin. Der DGfM-Toxikologe Prof. Dr. med. Siegmar Berndt klärt auf, inwieweit gesundheitliche Beeinträchtigungen zu erwarten sind.

Christos Assiklaris, der Landessieger Hessen bei „Jugend forscht“ 2019 in der Sparte Biologie

Pilze gegen Mikroplastik: Ein Schüler aus Offenbach nimmt mit seinem Jugend-forscht-Beitrag „Insektenpathogene Pilze und ihr Potenzial, Kunststoff biologisch abzubauen“ am  Bundeswettbewerb teil. Der 17-jährige hat die Zukunftsvision, belastete Böden mit der Hilfe von Pilzen zu dekontaminieren.

Strauchartig verzweigte Wolfsflechte

Forscher von der kanadischen Universität Alberta fanden heraus, dass die meisten Wolfsflechten gleich drei Pilzarten beherbergen. Der Dritte im Bunde ist ein Gallertpilz aus der Gattung Tremella.

Erste Lüneburger Pilztage

Unter dem Motto „Spread the Spores“ wollen die Veranstalter/innen das Wissen und Bewusstsein rund um Pilze und ihre Anwendungsmöglichkeiten erweitern, um gemeinsam die Zukunft innovativer und nachhaltiger zu gestalten. Der Eintritt ist frei.

Périgord- oder Schwarze Trüffel (Tuber melanosporum)

Die knolligen Fruchtkörper einiger Trüffelarten zählen zu den teuersten Lebensmitteln der Welt. Doch angebaute Périgord-Trüffeln aus Spanien könnten die Preise künftig deutlich senken.

Kleine gestielte Pilzfruchtkörper als Blickfang auf stateoftheworldsfungi.org

Der Botanische Garten in Kew bei London (England) informiert Interessierte auf einer Website mit schönen Bildern und knappen Texten über den aktuellen Zustand der Pilze auf unserem Planeten. Inhaltlich ist stateoftheworldsfungi.org in 10 Rubriken gegliedert:

Sonderausstellung im Hessischen Forstmuseum

Am vergangenen Montag hat das Hessische Forstmuseum im Wildpark „Alte Fasanerie“ in Hanau die Sonderausstellung „Der Wald und die Pilze“ eröffnet. Geboten werden ein Quizbogen für Kinder, diverse Pilzprodukte, originalgetreue Pilzmodelle sowie Spielstationen.

Ein Maronenröhrling im Fichtenwald

Im „Nature“ erschien vor einem halben Jahr die Studie eines internationalen Forscherteams, die auf die zu hohen Stickstoffeinträge und deren negative Folgen auf das Zusammenspiel von Mykorrhizapilzen und Waldbäumen hinweist. Jetzt griff das Thema ein deutsches Leitmedium auf.

Leckere Röhrlinge im Sammelkorb

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat seinen Bericht „Radioaktive Kontamination von Speisepilzen“ mit Messergebnissen erweitert. Auch 2017 wiesen einige wild wachsende Speisepilze deutlich erhöhte Werte des radioaktiven Cäsium-137 auf.

Eine Aufnahme von Psathyrella cascoides im natürlichen Habitat

Gestern feierte Psathyrella cascoides seine zweite Premiere: Der erst heuer neu beschriebene Faserling hat es dank einer Initiative von Robert Schaike (Leopoldshöhe) ins Lokalfernsehen des WDR geschafft!

Prof. Dr. Marco Thines, Forscher an der Göthe-Universität in Frankfurt am Main und Präsident der DGfM

Unser Präsident ist heute Abend im Radio des Norddeutschen Rundfunks zu hören. Im Wissenschaftsmagazin „Logo“ des NDR Info bezieht Prof. Dr. Marco Thines Stellung u. a. zur diesjährigen Pilzsaison, dem Kimawandel und seine Folgen für das Reich der Pilze.