Die knolligen Fruchtkörper einiger Trüffelarten zählen zu den teuersten Lebensmitteln der Welt. Doch angebaute Périgord-Trüffeln aus Spanien könnten die Preise künftig deutlich senken.

Laut Delikatessenhändler Ralf Bos kostet die Weiße Alba-Trüffel aus Italien derzeit zwischen 3.500 und 4.500 Euro pro Kilogramm, die Schwarze Trüffel ist mit rund 1.300 Euro pro Kilo deutlich günstiger. Längst würden Trüffeln nicht mehr ausschließlich gesammelt, sondern in Plantagen angebaut, beispielsweise in den Pyrenäen, einer Gebirgskette zwischen Spanien und Frankreich.

Auf einstigen Kartoffelfeldern in den Hochebenen haben Bauern mit Trüffelsporen beimpfte Setzlinge angebaut, hauptsächlich Steineiche. Die Plantagen besitzen Bewässerungsanlagen und sind zum Schutz vor Wildschweinen eingezäunt. Durch die zunehmende verfügbare Menge soll der Preis mittelfristig sinken. Noch bildet nicht jedes Pilzgeflecht die unterirdischen und begehrten Knollen. Doch in 6–7 Jahren soll die aktuell auf 60–80 Tonnen geschätzte Ausbeute auf bis zu 200 Tonnen pro Jahr steigen. Zum Vergleich: Die Erntemenge in Frankreich soll meist bei 10–20 Tonnen pro Jahr liegen.

Was Ralf Bos von der gerade einmal 100–200 Euro teuren China-Trüffel hält sowie weitere spannende Details und Entwicklungen rund um die Luxusknollen kann in Carsten Dierigs Bericht „Demokratisierung des Trüffels“ in der „Welt“ nachgelesen werden. Viel Vergnügen!

Abschließend noch ein Dankeschön an Bernhard Herlemann für seinen Link-Tipp in der Facebook-Gruppe „Pilze und Schwammerln“.

Bilder

Périgord- oder Schwarze Trüffel (Tuber melanosporum)

Périgord- oder Schwarze Trüffel (Tuber melanosporum) | Bild: Peter Karasch