Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie e.V. verleiht den Adalbert-Ricken-Preis im zweijährigen Turnus.

Nachdem die Mitgliederversammlung der DGfM 1985 vorschlug, Nachwuchstalente unter den Amateurmykologen auszuzeichnen, wurde 1987 der Adalbert-Ricken-Preis das erste Mal gleich an zwei Preisträger vergeben: Manfred Enderle und Jürgen Häffner.

Der Förderpreis trägt den Namen eines der bedeutendsten deutschen Amateurmykologen. Der Priester Adalbert Ricken (1851–1921) hatte Anfang des 20. Jahrhunderts wegweisende Beiträge zur Mykologie geleistet. Nach diesem Vorbild werden mit dem Preis Nachwuchstalente ausgezeichnet, die außerhalb der Universitäten zur Erweiterung des mykologischen Wissens beitragen.

Die DGfM will die Preisträger/innen mit der Auszeichnung motivieren, sich weiter mit der Mykologie und der Natur im Allgemeinen zu befassen.

 

Vergaberichtlinien

Fassung vom 15. Dezember 2019

 

§ 1 Voraussetzungen

§ 2 Turnus und Dotierung

§ 3 Vorschläge

§ 4 Jury

§ 5 Würdigung

 

§ 1 Voraussetzungen 

Berücksichtigt werden ausschließlich Forschungstätigkeiten von Hobbymykologen. Eine Veröffentlichung von Beiträgen in Fachzeitschriften ist vorteilhaft, jedoch keine Voraussetzung für die Preisvergabe. Die zu Prämierenden sollen wesentliche Impulse und neue Erkenntnisse innerhalb ihrer Arbeitsgebiete gegeben haben. Eine Altersgrenze wird nicht festgeschrieben, doch soll dieser Preis im Allgemeinen zur Förderung von Nachwuchstalenten verliehen werden. Eine Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Mykologie wird nicht vorausgesetzt, ist jedoch wünschenswert.

 

§ 2 Turnus und Dotierung 

Der Preis wird in der Regel im zweijährigen Turnus vergeben und während einer Tagung der DGfM überreicht. Der Preis umfasst eine Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von derzeit 1.500 Euro. Der Preis kann nicht geteilt werden.

 

§ 3 Vorschläge 

Vorschläge von Kandidatinnen und Kandidaten zur Auszeichnung können von allen Mitgliedern an das Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Mykologie gerichtet werden. Insbesondere regionale Pilzvereine und Arbeitskreise sind dazu aufgerufen, sich zu beteiligen. Die Vorschlagsfrist endet am 31. Januar des Jahres, in dem eine Tagung der DGfM abgehalten wird. Vorschläge sollen jeweils die zu prämierende Leistung und eine Begründung enthalten. Eigenbewerbungen sind ausgeschlossen.

 

§ 4 Jury 

Die Jury besteht aus dem Präsidium und je nach Themenbereich aus den Mitgliedern betroffener Fachausschüsse der DGfM. Befangene Mitglieder der Jury enthalten sich bei den entsprechenden Abstimmungen.

 

§ 5 Würdigung 

Die Preisträger/innen werden in der Zeitschrift für Mykologie gewürdigt.

Bilder

Adalbert Ricken (1851–1921) | Zeichnung: Tanja Böhning

Adalbert Ricken (1851–1921) | Zeichnung: Tanja Böhning